© Center Textillogistik CTL Hochschule Niederrhein
Datum
31. März 2026
Ort
Gronau-Epe
Kontakt
ALTEX Textil-Recycling GmbH & Co. KG
Jan Stienemann
02565 9345 28
jan.stienemann@altex.de
Erste Ergebnisse zum Faser-zu-Faser-Recycling
Fortschritte im thrEADS-Projekt | 31.03.2026
Im Projekt thrEADS liegen erste Ergebnisse zur Entwicklung hochwertiger Recyclingfasern für textile Anwendungen vor. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, welche Materialströme für ein Faser-zu-Faser-Recycling geeignet sind und wie die erforderliche Faserqualität erreicht werden kann.
Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen
Im Rahmen der bisherigen Arbeiten wurden textile Materialströme systematisch im Hinblick auf ihre Recyclingfähigkeit analysiert. Zu diesem Zweck wurde ein Sortierkatalog entwickelt und eine umfassende Sortieranalyse durchgeführt. Mithilfe der Nahinfrarotspektroskopie (NIR) sowie der Auswertung von Pflegeetiketten wurden mehr als 7.700 Fashion- und Outdoorprodukte untersucht und in zehn Sortierfraktionen kategorisiert. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Identifikation geeigneter Inputströme für das Faser-zu-Faser-Recycling.
Parallel dazu wurde die Datengrundlage erweitert durch:
- die Entwicklung eines Gesprächsleitfadens für logistische Anforderungen,
- die Durchführung von Workshops,
- sowie die Analyse von Datenbedarfen und Datenverfügbarkeiten entlang der Wertschöpfungskette.
Zur Herstellung eines Stapelfasergarns aus 100 % recycelten Fasern wurden zudem erste laborbasierte Reiß- und Spinnversuche durchgeführt. Dabei wurden geeignete Verwertungsfraktionen definiert, ein Kaskadenmodell eingeführt sowie Differenzmerkmale anhand der Flächenaufmachung unter Einbezug von NIR-Daten untersucht.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sowohl geeignete Materialströme identifiziert als auch erste Schritte zur Aufbereitung zu recyclingfähigen Fasern erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Nächste Schritte im Projekt
Das Projektteam arbeitet aktuell daran, die erzielten Ergebnisse weiter zu vertiefen und die Faserqualität gezielt zu optimieren. Dabei stehen unter anderem folgende Punkte im Fokus:
- Weiterentwicklung der Reiß- und Spinnprozesse,
- Untersuchung der Auswirkungen von Materialzusammensetzung und Störstoffen,
- sowie die Übertragung der Ergebnisse auf weiterführende textile Anwendungen.
Diese Arbeiten sollen dazu beitragen, die Voraussetzungen für ein hochwertiges Faser-zu-Faser-Recycling weiter zu konkretisieren.